Teil III

Landkarten


Landkarten

Topographische Karten der Region sind unerlässliche Orientierungshilfen.
Ein Maßstab von 1 : 50 000 oder 1 : 25 000 eignet sich am besten. Zumindest Sie und Ihre Begleitperson sollten mit Karten ausgerüstet sein. Vor Ort lohnt sich ein Gang zum lokalen Fremdenverkehrsamt. (VVV-Ameland) Dort erhalten Sie meist kostenlos zusätzliche regionale Karten und Informationsblätter. In Anbetracht der geringen Kosten für Kartenmaterial bietet es sich ab der Klasse 7 an, alle Schüler mit Karten auszustatten. Der Umgang mit der Karte kann zum Gegenstand einer oder mehrerer Erkundungen vor Ort gemacht werden. Für alle Klassen welche den Service Radverleih in Anspruch nehmen gilt, Sie bekommen entsprechende Karten kostenlos vom Radverleiher, sprechen Sie ihn auf die Karten an.


Ausrüstung

Bei Wanderungen jeglicher Art sollte auf gutes Schuhwerk geachtet werden. Dieser Hinweis gilt insbesondere für geplante Wattwanderungen, alte Turnschuhe sind schweren Gummistiefel vorzuziehen.Auf leichten und befestigten Wegen mit geringer Steigung genügen Sportschuhe oder geschlossene Halbschuhe. Besprechen Sie das Schuhwerk unbedingt vorher mit Ihrer Klasse. Darüber hinaus sollten im Rucksack der Schüler ein Sonnenschutz, ein Regencape sowie Verpflegung und Getränke nicht fehlen.

Wandersünden

Nach einer Pause ist oberstes Gebot: Den Müll nicht liegen lassen.

Der Ablauf der Wanderung

Bevor Sie zur Wanderung starten, besprechen Sie mit Ihrer Gruppe einige Details:
Das Verhalten im Straßenverkehr, die Geh- und Rastzeiten, den groben Wegeverlauf und das Vorgehen bei Unfällen.

Grundregel ist:

  • Immer in Sichtkontakt bleiben.
  • An Abzweigungen und Straßenüberquerungen warten die ersten solange bis auch die letzten der Gruppe angekommen sind.
  • Als Leiter der Klassenfahrt gehen Sie immer an der Spitze, damit Sie selbst den Weg, das Gehtempo und die Pausen bestimmen können.
  • Ihre Begleitperson orientiert sich im hinteren Drittel der Klasse - auf gar keinen Fall neben Ihnen.
  • Es bewährt sich körperlich leistungsfähige und zuverlässige Schüler am Ende der Gruppe gehen zu lassen.
  • Sie können darauf achten, dass niemand hinter ihnen zurück bleibt.

Akustische Signale


Bevor Sie sich auf den Weg machen, vereinbaren Sie mit Ihrer Klasse akustische Signale zur Verständigung zwischen den ersten und den letzten der Gruppe. Den prägnantesten und lautesten Ton gibt immer noch die Trillerpfeife von sich. Setzen Sie sie jedoch ausschließlich zur Verständigung ein, sonst werden die Signale von Ihren Schülerinnen und Schülern nicht ernst genommen. Geben Sie aus diesem Grund die zweite Trillerpfeife Ihrer Begleitperson oder einer/m Schüler(-in) Ihres Vertrauens.

Kurzer Kontrollhalt

Nach 15 Minuten Gehzeit machen Sie den ersten kurzen Stopp. Erfahrungsgemäß spüren dann die Wanderer, ob sie zu warm oder zu luftig angezogen sind, die Schuhe oder der Rucksackgurt einschneiden. Sie selbst haben nun Gelegenheit, die langsamen von den schnellen Gehern zu sortieren und entsprechend die Abfolge in der Gruppe zu ändern.

Im Gänsemarsch

An stark befahrenen Straßen ohne Gehweg sollten die Schüler einzeln hintereinander am linken Fahrbahnrand gehen. Die Vorder- und Schlussleute sollten kontrastreiche tragen (z.B. neonfarbene Jacken, Schärpen und Reflektoren). Vielleicht können Sie sich von den Schülerlotsen Ihrer Schule oder der nächsten Verkehrswacht Neonschärpen ausleihen. Der § 27 der Straßenverkehrsordnung fordert bei eingeschränkten Sichtverhältnissen, dass die seitliche Begrenzung einer Gruppe mindestens nach vorn durch nicht blendende Leuchten mit weißem Licht, nach hinten durch Leuchten mit rotem Licht oder gelbem Blinklicht deutlich gemacht wird.

Verhalten in Notfällen
Gewitter

Die Regeln bei Gewitter kann man nicht oft genug wiederholen: Stellen Sie sich niemals unter einzelne, freistehende Bäume. Hocken Sie sich lieber mit Ihrer Gruppe - auch wenn Sie klatschnass werden - mit angezogenen Füßen ins Freie, möglichst auf eine isolierende Unterlage (z.B. auf den Rucksack) und weit weg von hohen Bäumen oder Masten. Fassen Sie sich nicht reihum an den Händen.

Unfälle und erste Hilfe

Wenn ein Unfall passiert ist, reagieren Sie ruhig und versammeln die gesamte Gruppe. Versorgen Sie den verletzten Schüler mit erster Hilfe. Dazu ist es wichtig, dass Sie eine Tasche mit den nötigen medizinischen Soforthilfemaßnahmen dabei haben. Ihre Begleitperson sollte – sofern das nötig ist - einen Rettungsdienst oder einen Notarzt alarmieren.
Falls Sie zwei zuverlässige Schüler damit beauftragen, geben Sie ihnen Kleingeld und eine Telefonkarte sowie einen Zettel mit den Notrufnummern und folgenden Angaben mit:
Wo ist der Unfall passiert, was ist geschehen, wie viele Verletzte gibt es, welche Verletzungen wurden erkannt, was wurde als Soforthilfe getan, wer ist der Absender? Wenn das Unfallopfer versorgt ist, informieren Sie möglichst bald die Eltern des Kindes und Ihre Schulleitung.

Wanderziel Watt


Wattwanderungen:

Wer mit seiner Klasse an die Nordseeküste oder auf eine der Inseln fährt, wird natürlich eine Wattwanderung im Programm haben.
Gehen Sie jedoch nur mit einem ortskundigen Führer in diese eigene Welt der Priele, Schlick- und Muschelfelder.
Jede Gemeinde- oder Kurverwaltung wird Ihnen geeignete Personen nennen, mit denen Sie Ihre Wünsche abstimmen können.
Dann ist darauf Verlass, dass der Gezeitenkalender und die Witterungs- und lokalen Strömungsverhältnisse bei der Wanderung beachtet werden.
Ausrüstung Am besten geeignet sind alte Turnschuhe die nach der Wanderung evtl. entsorgt werden können.
Je nach Jahreszeit empfehlen sich geeignete Kopfbedeckungen und Sonnenschutz.
Als Windschutz bewährt sind die weithin sichtbaren gelben Ostfriesennerze.